Willkommen beim NABU Freiburg

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Wir trauern um Matthias Schmidt (1959 – 2023)

Nachdem er 1988 bei der AGW (Arbeitsgemeinschaft
Wanderfalkenschutz) angefangen hatte, wurde Matthias 1989 Mitglied im DBV, wie der NABU damals hieß. Als 1990 ein Rundschreiben mit einem Fragebogen an alle Mitglieder geschickt wurde, mit dem Ziel neue Aktive zu gewinnen, war er unter denjenigen, die antworteten. Er füllte nicht nur den Fragebogen sorgfältig aus, sondern legte gleich ein offizielles Schreiben dazu. Denn er hatte ganz klare Vorstellungen davon, was er tun wollte und wie er sich einbringen wollte. Das hat er dann auch 33 Jahre lang gemacht, davon 25 Jahre im Vorstand des NABU Freiburg. Er gründete 1990 die Aktion Alpensegler, um diese besondere Vogelart zu schützen, die damals deutschlandweit ihre einzigen Brutplätze in Freiburg hatte.
Matthias kartierte jährlich die Brutplätze, sorgte bei Baumaßnahmen an Gebäuden für den Erhalt der Plätze, was oft intensive und aufwändige Beratungen bei Firmen und Privatpersonen nach sich zog, arbeitete mit Naturschutz- und anderen Behörden zusammen. Viele davon legten Wert auf seine große Expertise.
Er kletterte auf Gerüste, rettete verunglückte Vögel, brachte mit Hubsteigern Nistkästen in großer Höhe an.
Auf den jährlichen Mitgliederversammlungen des NABU Freiburg berichtete er regelmäßig auf seine unnachahmliche Weise von seinen Alpenseglern. Als sich die Alpensegler durch seine Bemühungen von Freiburg aus immer weiter ausbreiteten, knüpfte er Kontakte zu Seglerbetreuern in anderen Städten im Südwesten bis ins benachbarte Ausland, an vielen Orten weit über Freiburg hinaus war sein Rat gefragt.
Doch auch andere Gebäudebrüter standen bei ihm im Fokus, Mauersegler, Turmfalken, Dohlen, auf seine Initiative
hin wurden in Freiburg einige Kirchen wie Herz-Jesu, St. Martin oder das Münster mit der NABU-Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet.
Auch bei sogenannten „Problemarten“ wie der Saatkrähe brachte er sich ein und versuchte durch Information und
Aufklärung die Menschen für ein Zusammenleben mit schwierigen Arten zu sensibilisieren.
Jahrelang waren seine Beringungstermine der Alpensegler in der Hebelschule fester Bestandteil des NABU-Programms. Er bot sie getrennt für Kinder und Erwachsene an, beide Termine waren immer sehr schnell ausgebucht.
Die Internet-Seite alpensegler-freiburg.de ging auf seine Initiative zurück, in Zusammenarbeit mit der Hebelschule
richtete er 2006 an den dortigen Brutplätzen webcams ein um das Brutgeschäft der Alpensegler der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zur Verwirklichung suchte er Sponsoren, startete erfolgreich Spendenaufrufe, so dass die Finanzierung kein Problem war. Seitdem gehen jährlich Spenden von Mitgliedern für dieses Projekt ein.
Für sein Wirken erhielt er Auszeichnungen, bereits 1995 wurde anlässlich des Europäischen Naturschutzjahres sein
Artenschutzprojekt von der Stadt Freiburg präsentiert, zuletzt bekam er 2020 den Naturschutzpreis der Stadt Freiburg.
Er legte großen Wert auf korrektes Formulieren von Texten, beteiligte sich an Informationsschriften und NABU-
Broschüren, zahlreiche Presseartikel gingen auf seine Initiative zurück. Seine Bestandsaufnahmen veröffentlichte er auch in wissenschaftlichen Zeitschriften.
Er bildete sich zum Wespen- und Hornissenberater weiter, ein weiteres nicht einfaches Feld, in dem er auch schwierige Fälle mit seiner positiven Einstellung zu allen Menschen meisterte.
Reptilien waren auch eines seiner Interessensgebiete, er beriet z.B. Menschen bei vermeintlichen Problemen mit
Schlangen, half aber auch beim Bestimmen von eingesandten Fotos.
Selbst als er durch seine Krankheit schon sehr eingeschränkt war, hat er sich noch bis vor kurzem um die Aktualisierung seiner Texte auf der Homepage gekümmert.
Wir vermissen sein enormes Expertenwissen, seine Hilfsbereitschaft, seine positive Einstellung und auch seinen ironischen Humor.


Er hinterlässt im NABU Freiburg eine große Lücke, die nicht zu füllen sein wird.


Paten für "Blühfelderpatenschaften", "Beeren- und Blüh-patenschaft" gesucht!

Für das Jahr 2024 suchen wir noch Paten für die Blühfelder und Beerensträucher.

Zur Kooperation von NABU Freiburg und von  Landwirten der Tuniberggemeinden könnt ihr hier mehr erfahren:

Landwirte und Umweltverbände gemeinsam auf dem Kartoffelmarkt in Freiburg

Gericht gibt NABU-Eilantrag statt.

Das Verwaltungsgericht hat dem Eilantrag des NABUs gegen die Rodung des Langmattenwäldchen stattgegeben. Vorerst wurde die Fällung von Bäumen gestoppt. Hier findet ihr die Hintergründe und Pressereaktionen. ->Mehr 

Viel Neues am Schwalbenhaus im Rieselfeld

Sämtliche 41 Nisthilfen waren in diesem Jahr besetzt, eine neue attraktive Tafel mit Infos zu Schwalben wurde aufgestellt und einen großen Zeitungsartikel der Badischen Zeitung gibt es dazu.

Hier findet ihr weitere Informationen.



Veranstaltungen:

Die nächsten Veranstaltungen im Februar:

 

Bis Ende Februar 2024  läuft  die Kopfweidenpflege im NABU-Schutzgebiet Humbrühl noch.

 

Seit 1987 werden im Schutzgebiet die Kopfweiden gepflegt. Auch dieses Jahr wird voraussichtlich bis ca. Ende Februar 2024 eine Kopfweidenpflege

im Naturschutzgebiet (NSG) Humbrühl-Rohrmatten durchgeführt. Bisher konnten 11 Kopfweiden einen Pflegeschnitt erhalten.
Die Weidenruten werden kostenlos abgegeben. Gerne können Interessierte sich mit unserem NABU-Schutzgebietsbetreuer
Werner Oberle, Tel. 0761 89 17 15 in Verbindung setzen und einen Termin absprechen.

 


Freitag, 16. Februar 2024  - Pflegen statt schnippeln - Einführung in die Technik des Obstbaumschneidens

 

Samstag, 17. Februar 2024 -Praktische Einführung in die Schnitttechniken im Bereich einer Streuobstwiese

 

Samstag, 24. Februar 2024 -Vogelkundlicher Spaziergang am Schönberg (für Anfänger geeignet)

 


Volksantrag: 50.000 Unterschriften gesammelt

Verbände bedanken sich bei den Naturschutztagen

Bei den Naturschutztagen am Bodensee bedankten sich die Verbände bei allen Helferinnen und Helfern, die sich beim Volksantrag „Ländle leben lassen“ engagiert hatten. Mit mehr als 50.000 Unterschriften wurde das Quorum erreicht. Die Unterschriften sollen im Feburar an den Landtag übergeben werden. Mehr ->

 

Liebe Interessierte,

 

heute, am 23.10.2023,  kam die Meldung, dass 41.000 Unterschriften für den Volksantrag eingegangen sind. Ein toller Erfolg für alle Umweltverbände und die Landwirte und natürlich für alle die bereits mit unterzeichent haben.
Aber es bleibt noch Zeit bis zum 31.12.2023, weitere Unterschriften zu sammeln.

 

25.09.2023

Die Unterschriftenaktionen für den Volksantrag gegen den Flächenverbrauch sind gestartet. Gebraucht werden mindestens 40.000 Unterschriften wahlberechtigter Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs, handschriftlich, auf Papierformular. Dann muss der Landtag über den Volksantrag beraten und die Initiatoren anhören.

 

Bei einer weiteren Aktion am 23.09.2023 machten Landwirte und Umweltverbände auf den Flächenverbrauch  in Baden-Württemberg aufmerksam. Die Badische Zeitung hat am 25.09.2023 einen Artikel dazu verfasst. Diesen könnt ihr hier lesen.

 

Jeden Tag werden in Baden-Württemberg fünf bis sechs Hektar Wiesen, Wälder und Felder zugepflastert. Biotope, Artenvielfalt und Äcker für die Lebensmittelproduktion müssen neuen Wohn- und Gewerbegebieten weichen, anstatt dass bestehende Siedlungsflächen aufgewertet werden. Der stetig voranschreitende Flächenfraß ist eines der größten Natur- und Umweltprobleme.

 

Zwar hat sich die Landesregierung Baden-Württemberg im Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, den Flächenverbrauch kurzfristig auf 2,5 Hektar pro Tag und bis 2035 auf Netto-Null zu reduzieren. Davon sind wir aber weit entfernt. Deshalb hat der NABU Baden-Württemberg mit 16 anderen Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden den Volksantrag „Ländle leben lassen“ initiiert. Wir haben genug vom Flächenfraß auf Kosten der Natur! Wir haben genug davon, dass Streuobstwiesen gerodet werden, dass Industriegebiete dort entstehen, wo Tiere zu Hause sind. 

Unser Ziel: gesetzlich verbindliche Obergrenzen für den Neuverbrauch an Flächen, die die Reduzierung auf zunächst 2,5 Hektar pro Tag und bis 2035 die Netto-Null garantieren.


Ein neues Heim für Mauersegler

Fünf Nistkästen für Mauersegler wurden im April am Dachgesims der Hautklinik (Klinik für Dermatologie und Venerologie der Uniklinik Freiburg) angebracht. Zwei Stunden später standen die Nistkästen für den Einzug bereit.

„Der Mauersegler ist eine geschützte Art, der wir gerne einen Lebensraum bieten möchten“, sagt Matthias Schmidt, Gesundheits- und Krankenpfleger der Klinik und Beisitzer im NABU Freiburg e.V.
„In Neubauten oder sanierten Häusern fehlt es oft an ausreichend Mauserspalten oder Ähnlichem zum Nisten. Die Nistkästen bieten eine gute Alternative.“

 

Die fünf neuen Kästen für Mauersegler an der Hautklinik waren ein Geschenk des NABU Freiburg an die Klinik. Die Montage übernahm dankenswerter Weise der regionale Energieversorger badenovaNETZE mit Hubsteiger und versierten Handwerkern.

 

Auch der größere weißbäuchige Alpensegler hat in der Nachbarschaft Brutplätze gefunden. An der Psychiatrie Hauptstraße 8 hat sich eine stattliche Kolonie von etwa 10 Paaren etabliert. Am Personalhaus XII in der Lehener Str. 84 wurden alle 20 eingebauten Nistkästen vom Alpensegler besiedelt.

An den Altbauten des Lorenzrings brüten beide Seglerarten an verschiedenen "natürlichen" Plätzen; sie nutzen die Mauerkrone, Abflüsse der Rinnen und Spalten in der Holzverschalung, teils auch zur Übernachtung. Das Universitätsklinikum trägt große Verantwortung für "seine" Segler, wird dabei vom ehrenamtlichen Naturschutzdienst und der Naturschzutzbehörde der Stadt Freiburg beraten.

 


Alpensegler in Freiburg

Matthias Schmidt vom NABU-Freiburg, Aktion Alpensegler, stellt in diesem Video unter anderem vor, was die Unterschiede eines Alpenseglers zu einem Mausersegler sind.

Bereits seit den 50 er-Jahren erweiterte der Alpensegler sein Lebensraum aus der Schweiz Richtung Norden. In den 80er-Jahren stagnierte die Kolonie mit ca. 40 Brutpaaren und splittete sich auf. Durch Unterstützung mit Nisthilfen konnte eine Steigerung erreicht werden.

Inzwischen hat der Alpensegler sich bis nach Karlsruhe, Stuttgart und dem westlichen Bayern ausgebreitet.

 

Mit unserem Team Alpensegler hat Ulrike Hammes im Sommer 2022 dieses Video für Naturgucker produziert.