Blühendes Band Tuniberg

Blühpatenschaften und was bisher geschah

Was ist das Blühende Band Tuniberg?

 

Das  Blühende Band Tuniberg verbindet inmitten der Agrarlandschaft Blühfelder, Wiesen, Gräben und Wald durch breite blühende Streifen miteinander. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von NABU, Landwirten und externen Sponsoren.

 

 

Wir bedanken uns bei unseren Förderern:

 

Aktuell:

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 Denn die Erhaltung der Artenvielfalt geht uns alle an!!

 

Blühpatenschaften und was bisher geschah:

Blühpatenschaftsfeld, Foto: Dagmar Reduth 2023
Blühpatenschaftsfeld, Foto: Dagmar Reduth 2023

Bereits fünf Jahre liegen die Anfänge unserer gemeinsamen Arbeit von Landwirtschaft und Naturschutz für den Erhalt der Artenvielfalt am Tuniberg zurück.

Seit 2020 wurden auf der Opfinger Gemarkung rund 12 ha verstreut liegende Äcker mit einer mehrjährigen zertifizierten Wildblumenmischung (Fakt E8) eingesät.

Das Projekt wird fachlich vom NABU-Freiburg e. V. betreut, von drei Landwirten umgesetzt und von der Bürgerschaft über Patenschaftsverträge finanziert. Es dient der Förderung von Insekten, insbesondere von Bestäuberinsekten. Aber es kommt auch Vögeln, Kleinsäugern und nicht zuletzt dem Menschen zugute. Dieses Projekt wurde als Teil eines übergreifenden Maßnahmenbündels mit dem Landesnaturschutzpreis 2022 ausgezeichnet.

Ausweitung des Projekts zu einem „Blühenden Band Tuniberg"

In 2025 wurde das Blühfelderprojekt zum „Blühenden Band Tuniberg“ ausgeweitet:

In der Mühbachniederung zwischen Tuniberg und Mooswald werden Blühfelder, bestehendes Grünland, Gewässer, Gräben und Wald durch ein „Blühendes Band“ vernetzt. Hierzu werden auf Opfinger- und Waltershofener Gemarkung beiderseits von bestehenden, unbefestigten Wirtschaftswegen auf 3 Kilometer Länge, je ein 6 m breiter Blühstreifen mit einer zertifizierten mehrjährigen Blühmischung eingesät.

Skizze des Blühenden Bands Tuniberg von Waltershofen über Opfingen bis Tiengen
Karte aus GIS-Freiburg, Gestaltung: Thomas Breitling; Entlang der roten Linie verläuft das "Blühende Band Tuniberg"

Entlang der roten Linie eröffnet das „Blühende Band“ u.a. Durchwanderungsmöglichkeiten für Insekten mit geringem Ausbreitungsradius, vernetzt Teilpopulationen verschiedener Tiergruppen, verbessert ihre Lebensgrundlage (Futterpflanzen, Deckung), ermöglicht genetischen Austausch untereinander und verbindet verschiedene Lebensräume. Dies fördert die Biodiversität und erhöht die ökologische Widerstandskraft (Resilienz).

 

Beteiligte


Der NABU Freiburg arbeitet vertrauensvoll mit mehreren Landwirten zusammen.
Die Landwirte Mathias Gutekunst, Martin Linser und Arno Fünfgelt aus Opfingen sind zusammen mit dem NABU-Freiburg die Initiatoren der Blühfelder- und Beerenprojekte (gelbe Felder). 

 Weitere Landwirte ergänzen das Team: die Gebrüder Wagner, Martin Linser und Uwe Bienz aus Opfingen sowie Doris Mäder, Manuel Hercher, Eugen Hänsler und Norbert Dangel aus Waltershofen. Sie stellten Flächen zur Verfügung, sodass das „Blühende Band Tuniberg“ Wirklichkeit werden kann. 

Dieses Projekt ist ein Beispiel für die gelungene Integration von Landwirtschaft und Naturschutz unter Beteiligung der Bürgerschaft. Es trägt nicht nur zur Förderung der Biodiversität bei, sondern sensibilisiert auch Anwohner und Besucher für die Bedeutung von Blühflächen in unserer Kulturlandschaft. Das „Blühende Band Tuniberg“ steht somit sinnbildlich und sehr real erlebbar, für nachhaltiges Handeln und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Ein Hase, Foto: NABU/ Erhard Nerger
Foto: NABU/ Erhard Nerger

Zeitraum

 

Das „Blühende Band Tuniberg“ ist vorerst für 3 Jahre geplant, von 2025 bis einschließlich 2027. Eine Verlängerung wird angestrebt.

 

Finanzierung

 

Der NABU-Freiburg tritt bezüglich sämtlicher Kosten des Projektes - die Entschädigung der Landwirte, Saatgut und alle anfallenden Arbeiten - in Vorleistung.

 

Als Naturschutzverband sieht der NABU-Freiburg dieses Gemeinschaftsprojekt von Landwirtschaft und Naturschutz als beispielhaft auch für die Zukunft an und  ist daher bereit, erhebliche Mittel bereit zu stellen, um das Projekt anzuschieben. 

 

Alle übrigen Arbeiten wie Organisation, Kommunikation und Abwicklung der Finanzierung werden wie beim NABU üblich, ehrenamtlich geleistet.

 

Aber ganz ohne Hilfe geht es nicht: Für die weitere Zukunft erhoffen sich die Initiatoren eine breite Unterstützung aus der Gesellschaft, der Wirtschaft und dem Finanzwesen:

 

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Ansprechpartnerin

für das "Blühende Band Tuniberg" ist Renate Pfumpfei (Mail:  r.pfumpfei@t-online.de)


Die Erdhummel - ein Gedicht von Renate Pfumpfei

Erdhummel, Foto: Josef Aschenbrenner
Erdhummel, Foto: Josef Aschenbrenner

Brummel, brummel war das ein langer Tag,
18 Stunden und 1000 Blüten, ohne zu klag
hab ich besucht und bestäubt,
jetzt bin ich halb betäubt.

 

Für umsonst bestäuben wir Früchte und Gemüse
und allerlei Blumen auf der Wiese.
Unsere gesamte deutsche Insektenschaft
bestäubt im Wert von 1,5 Mrd Euro aus eigener Kraft.
Ihr seht, das ist ganz schön viel Moos
ohne uns ist bei Obst und Gemüse nichts los.

 

Ohne uns werdet ihr keinen Vogelgesang mehr hören.
wir sind voller Protein, wovon sich Vögel ernähren.
Wir Erdhummeln leben nur ein knappes Jahr.
Dann ist unser Auftrag beendet, das ist wohl wahr.

 

Drum schafft blühende Flächen allerorten
damit wir fleißigen Hummeln Pollen horten,
zu bestäuben euer Obst und euer Gemüse,

und verhindern eine Ernährungskrise.