Ein Haus für Mehlschwalben

In der Bauphase im Freiburger Stadtteil Rieselfeld siedelten sich, wie öfter in Neubaugebieten, Mehlschwalben an, aber inzwischen werden die Bedingungen immer ungünstiger, und es brüten jedes Jahr weniger. Dem soll das im Dezember 2014 aufgebaute Schwalbenhaus entgegen wirken.

Schwalben sind sehr ortstreu, brüten immer wieder an den gleichen Stellen und nehmen nicht leicht neue Nistplätze an. Aber schon im ersten Sommer wurde das Schwalbenhaus von Mehlschwalben umflogen – das lässt darauf hoffen, dass es in der nächsten Saison tatsächlich zum Brüten genutzt wird.

Aufstellen des Schwalbenhauses im Rieselfeld am 2.12.2014

Am Schwalbenhaus gibt es 36 künstliche Schwalbennester, es bietet aber auch Platz für selbst gebaute Nester aus Lehm. Baumaterial dafür finden sie in den beiden extra angelegten Lehmmulden. Ganz im Innern finden auch Fledermäuse Unterschlupf.

Bei der Kontrolle im Oktober fanden wir zu unserer Überraschung 3 angefangene und 7 fertige Meisennester, in letzteren gab es in 3 Nestern insgesamt 6 Eier. Wir haben keine fütternden Altvögel gesehen, deshalb vermuten wir eher keinen Bruterfolg.

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Presseartikel in der BZ vom 03.12.2014
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Um die in Kolonien brütenden Mehlschwalben auf die neue Brutmöglichkeit aufmerksam zu machen, wurde Mitte April, rechtzeitig vor der Rückkehr der Zugvögel aus ihren afrikanischen Winterquartieren, eine Klangattrappe montiert. Das ist eine Art mp3-Player, der die Rufe der Mehlschwalben widergibt und mit Solarenergie betrieben wird.

Dieses Projekt wird betreut von Beate Hippchen (0761/475326 oder beate.hippchen@posteo.de).