Ein Haus für Mehlschwalben

 

 

In der Bauphase im Freiburger Stadtteil Rieselfeld siedelten sich, wie öfter in Neubaugebieten, Mehlschwalben an, aber inzwischen werden die Bedingungen immer ungünstiger, und es brüten jedes Jahr weniger. Dem soll das im Dezember 2014 aufgebaute Schwalbenhaus entgegen wirken.

 Bild von Beate Seelmann-Eggebert


2018

Zweite August-Hälfte: Die dritte Brut

Schon im April wurde das Haus eifrig angeflogen und bald wurden Nester besetzt. Im Juli zählten wir auf der einsehbaren Hälfte mindestens 8 Nester, in denen Junge aufgezogen wurden, zum Teil schon zum 2. Mal.  Weitere Nester wurden auf der - nur bei Betreten des Naturschutzgebietes einsehbaren - Rückseite angeflogen. Und in der zweiten August-Hälfte wurde wieder in vielen Nestern gefüttert, wohl teilweise die 3. Brut: ein toller Erfolg!

 

Die Klangattrappe hatten wir dieses Jahr gar nicht mehr eingebaut, denn sie war nicht mehr nötig, nachdem die Schwalben das Haus im letzten Jahr als Brutmöglichkeit entdeckt hatten.

 

 

Ein Nest wird inzwischen von Französischen Feldwespen (oder Gallischen Feldwespen) genutzt - gut, auch sie haben Wohnungsnot (August 2018).

Ende August: Gruppen von Schwalben erkunden die Nistmöglichkeiten für das nächste Jahr.

 

Ende August, vor dem Abflug in den Süden, sammeln sich die Mehlschwalben und fliegen in Gruppen um die genutzten Nester, dabei auch immer wieder in die Nester hineinschauend, wohl um sich deren Standorte einzuprägen. Gruppen von bis zu 40 Schwalben haben wir so das Schwalbenhaus und seine Nester erkunden sehen - ein gutes Omen für das nächste Jahr? 

 

Bilder von Beate Seelmann-Eggebert


2017

Zum dritten Mal bauten wir im Frühjahr 2017 die Klangattrappe ein. Zusätzlich tauschten wir 2 neue Kunstnester gegen 2 schon benutzte ein – man sagt, die benutzten mögen die Schwalben lieber.

Bis Frühsommer  sah es am Schwalbenhaus aus wie die beiden Jahre zuvor auch:  die Mehlschwalben jagten immer wieder  über der Wiese direkt am Schwalbenhaus, beachteten es aber nicht. Im Hochsommer plötzlich wurde es immer wieder angeflogen, bald wurden Nester gebaut  und schließlich wurde gebrütet.

 

In 5 Nestern wurden Junge aufgezogen – darunter waren auch die beiden schon benutzten. Zufall?

 

Bis Ende August war mächtig was los!
Ob dieser Erfolg auf die Klangattrappe zurückzuführen ist?

Wir sind gespannt, was sich im nächsten Jahr tun wird!

 

Bilder von Beate Hippchen


2016

Es jagten zwar immer wieder Mehlschwalben um das Schwalbenhaus herum, interessierten sich aber nicht für die Nester.


2015

Um die in Kolonien brütenden Mehlschwalben auf die neue Brutmöglichkeit aufmerksam zu machen, wurde Mitte April, rechtzeitig vor der Rückkehr der Zugvögel aus ihren afrikanischen Winterquartieren, eine Klangattrappe montiert. Das ist eine Art mp3-Player, der die Rufe der Mehlschwalben widergibt und mit Solarenergie betrieben wird.

Die Klangattrappe, bestehend aus der Einheit mit Lautsprecher und der Solarzelle.

Schwalben sind sehr ortstreu, brüten immer wieder an den gleichen Stellen und nehmen nicht leicht neue Nistplätze an. Aber schon im ersten Sommer wurde das Schwalbenhaus von Mehlschwalben umflogen – das lässt darauf hoffen, dass es in der nächsten Saison tatsächlich zum Brüten genutzt wird.

Bei der Kontrolle im Oktober fanden wir zu unserer Überraschung 3 angefangene und 7 fertige Meisennester, in letzteren gab es in 3 Nestern insgesamt 6 Eier. Wir haben keine fütternden Altvögel gesehen, deshalb vermuten wir eher keinen Bruterfolg. Es zeigt aber, dass es an geeigneten Höhlen zum Nisten mangelt, und sicherlich wäre es sinnvoll, in der Umgebung einige Meisenkästen aufzuhängen.

 

Bilder von Franz Aiple und Beate Hippchen


2014

Aufstellen des Schwalbenhauses im Rieselfeld am 2.12.2014

Zunächst wurde ein Fundament aus Beton 1x1x1 m in den Boden gegossen. Dahinein wurde die Stange einbetoniert, und mit dem Kran wurde das Teil mit den Nestern aufgesetzt

Am Schwalbenhaus gibt es 36 künstliche Schwalbennester, es bietet aber auch Platz für selbst gebaute Nester aus Lehm. Baumaterial dafür finden sie in den beiden extra angelegten Lehmmulden. Ganz im Innern finden auch Fledermäuse Unterschlupf.

 

 

Alle Bilder von Franz Aiple

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Presseartikel in der BZ vom 03.12.2014
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Dieses Projekt wird betreut von Beate Hippchen (0761/475326 oder beate.hippchen@posteo.de).